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Die Opfer-Täter-Dynamik (Teil V) "Das Kollektiv"





Opfer- bzw. Trauma-Täter sind weit verbreitet.

Ihre manipulative Strategie hat sich in allen System-Strukturen der Gesellschaft eingenistet.

Es gibt kaum ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen, welches frei von ungesunden Machtstrukturen fungiert.

Das gesamte System, in dem wir leben, ist auf die Opfer-Täter-Dynamik konditioniert.

Aus den vorangegangen Erläuterungen von Teil I-IV ist deutlich geworden, dass die Opfer-Täter-Dynamik irrationales Verhalten zur Folge hat.

Unreflektierte Opfer, als auch Opfer-Täter, leiden unter einer kognitiven Denkschwäche, da ihre Angst ihr Leben bestimmt.

Somit sind ihre unbewussten, destruktiven Handlungen für einen gesunden Menschenverstand oftmals nicht nachvollziehbar und schon gar nicht für die Nachahmung erstrebenswert.

Die Botenstoffe der Angst haben einen leichten Einfluss auf einen ungesunden Organismus.

Die empfundene Suggerierung "Du bist nicht genug" ist gleichzusetzen mit dem kollektiven Narrativ "es gibt nicht genug".

Die Verknappungsangst, also die Indoktrinierung davon, dass es nicht genug für alle gibt, wurde insbesondere seit den 90er Jahren in der Werbung und im Business als effektive Manipulationsstrategie eingesetzt, um vermehrte Einnahmen zu generieren.

Ein traumatisierter Täter obliegt einem ähnlichen Knappheits-Irrglauben.

Sein ursprünglicher Antrieb ist die Suche nach Liebe, Anerkennung und Aufmerksamkeit.

Eine gesunde Psyche weiss, dass die Quelle der Liebe aus dem eigenen Inneren entspringt, da dort der göttliche Lichtfunken sitzt und dich stetig nährt.

Nur ein nach aussen gerichteter Mensch, der sich selbst nicht kennt, fühlt sich verloren in dieser Welt; ist ein Opfer der äusseren, materiellen Welt, abhängig von der Bestätigung für das eigene Überleben.

Diese Abhängigkeits - und Kleinhaltungsstrategie weiss das System optimal zu nutzen, um Autoritätshörigkeit und Konkurrenzverhalten zu schüren.

Das System repräsentiert eine Opfer-Täter-Dynamik in seiner Grundstruktur und Auslegung.

Die Konditionierung spielt sich also im Kleinen, wie im Grossen ab, systematisch.

Die Familie ist oftmals ein Ort des Geschehens.

Machtkämpfe in der Familie finden seit Jahrtausenden statt; paradoxerweise dort, wo man sich eigentlich geborgen fühlen sollte.

Du hast also die Wahl aus einem dysfunktionalen Familiensystem auszubrechen, sollte dies der Fall sein oder ein leben lang eine Marionette deines Opferbewusstseins zu sein.

Fakt ist, dass die Mehrheit der Menschheit noch in einem Abhängigkeitsnetz hängt; oftmals, weil es ihnen das Gefühl der Zugehörigkeit und des Halts gibt, vermeintlich.

Trauma erzeugt Trauma, generationsübergreifend.

Ahnenbedingte Trauma-Strukturen in der Familie sind kein Einzelfall.

Karma, also das Ursache-Wirkungs-Prinzip ist sogar ganz besonders im Familienkreis vorzufinden.

Das Erkennen ungesunder Abhängigkeits-Parameter im vertrauten Umfeld erfordert ein gewisses Mass an Objektivität und Selbstbewusstsein.

Ansonsten können für einen Betroffenen auch dysfunktionale Familiendynamiken als völlig "normal" erachtet werden.

Die Loslösung aus destruktiven familiären Mustern bedarf Kraft und Selbstvertrauen.

Der Wunsch nach Freiheit muss grösser sein, als sich in vermeintlicher Sicherheit im Familiensystem zu wähnen.

Eine Neu-Erfindung des eigenen Seins tritt ein, sobald man sich seinen Ängsten stellt.

Langfristig ist es dann besser um dich bestellt.



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